Thuma Projekt
Der Bestand
von Tieren und Pflanzen in Thuma litt wie in vielen anderen
Naturschutzgebieten Malawis unter den Auswirkungen von unkontrollierter Wilderei,
illegaler Abholzung zum Brennen von Holzkohle, Bau- und Brennholz und Raubbau an den Bambuswäldern.
In Zusammenarbeit mit der nationalen Forstbehörde Malawis nahm die
Wildlife Action Group im August 1996 die Arbeit am Projekt zur
Rehabilitierung des Ökosystems im Thuma Waldreservat auf.
Ein Camp für die Wildhüter und Freiwilligen wurde errichtet, mehr als 45 km Straßen und Wege für Streifgänge wurden gebaut und über 3.000 Wilderer-Drahtschlingen wurden seither beschlagnahmt. 50 Fallgruben für Elefanten und Büffel wurden eingeebnet. Aufgrund permanenter Patrouillen konnten große Mengen illegalen Brennholzes konfisziert und Holzkohlemeiler zerstört werden. Die umliegenden Ortschaften können jetzt kontrolliert und legal Bambus im Schutzgebiet schlagen.
Unmittelbar nach dem ersten Einsatz der Wildlife Action Group Wildhüter hat sich die Wilderei erheblich verringert und konnte bis heute auf ein "erträgliches" Maß reduziert werden, was sich in den stetig ansteigenden Tierpopulationen wiederspiegelt. Die Elefanten kehrten nach nur zwei Jahren ins Waldreservat zurück. Auf Kaffernbüffel haben sich wieder zu größeren Gruppen zusammengeschlossen.
Vor allem der Einsatz von Freiwilligen Helfern aus der ganzen Welt hat zum schnellen Aufbau des Waldreservats beigetragen.
Der Manager des Thuma Waldreservats, Albert Schenk, patrouilliert
derzeit mit nur 12 Wildhütern die 19.700 Hektar des schwierigen Geländes.
Die Wildhüter sind unbewaffnet und begleiten zusätzlich freiwillige Helfer bei ihrer
Arbeit im Busch, treiben Elefanten aus an Thuma angrenzende Felder
und begleiten Besucher, die nach Thuma kommen.
Seit 2007 wird auch das
Dedza-Salima Waldreservat, das noch zerklüfteter und unzugänglicher
ist und zum uralten Wandergebiet der Thuma Elefanten gehört, von der Wildlife Action Group kontrolliert.
Hier braucht die Wildlife Action Group in Malawi mehr Wildhüter, um das schwierige Gelände
flächendeckend patrouillieren und schützen zu können. Unterstützen Sie uns dabei!
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